Bindungstheorie

Wer in seiner beruflichen Karriere irgendwann einmal als Lehrer*in, Pädagog*in, Psycholog*in oder in artverwandten Berufen ausgebildet wurde, kam an einem Namen vermutlich nicht vorbei: John Bowlby.

Obschon sein Leben und Wirken aus dem letzten Jahrhundert stammen, hat er als Mitbegründer der Bindungstheorie, die Voraussetzungen für mehrere Jahrzehnte Forschung geschaffen, die bis heute andauert. Das Buch ‚Warum wir uns immer in den falschen verlieben‘ ist eine denn auch eine aktuelle Zusammenfassung aus der Forschung der Bindungstheorie – mit einem erfrischend starken, einfach lesbaren Praxisbezug.

Das Buch hat einen unschätzbaren Beitrag zu meinem Verständnis für Beziehungsdynamik geleistet! Anhand der vergleichsweise einfachen (aber mannigfaltig durch die Forschung bestätigten) Bindungstheorie und den drei Bindungstypen ’sicher, ängstlich und vermeidend‘ lassen sich viele Beziehungsdynamiken sichtbar machen, benennen und – auch wenns bisschen Angst macht – vorhersagen. Und die gute Nachricht darin: Du kannst mehr Gestalten als du dir vielleicht bewusst bist. Eine dringende Empfehlung für alle die sich bewusst mit ihren Beziehungen auseinander setzen wollen.

Warum wir uns immer in den falschen verlieben‘ (engl. attached) ist ein Buch von Amir Levine (Psychiater und Neurowissenschaftler), Rachel S. F. Heller (systemische Psychologin und Paartherapeutin). Es hat knapp 350 Seiten, jedenfalls die ’sicher gebundene‘ Ausgabe.

Eifersucht, Freundschaft, Wissenschaft


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Barry

Sucht fortlaufend herausfordernde bereichernde Erfahrungen, die den eigenen Horizont erweitern. Ist sich ziemlich sicher, dass Normen nur Erklärungshilfen und keine Gebrauchsanweisungen sind. Mag starken Kaffee in der Morgensonne, aufrichtige Menschen, schlaue Hörbücher, guten Sex und wie der Wind über grasige Landschaften zieht.

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