Und was, wenn ein*e Partner*in mehr will als ich?

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Comments (2)

  • Das ist meistens schwierig – und gleichzeitig etwas, womit wohl sehr viele Menschen (ob poly oder nicht) in ihrem Leben ab und an mal konfrontiert sein werden. Es ist schwierig, weil niemand (oder zumindest die wenigsten) die Gefühle eines anderen Menschen verletzten will, erst recht nicht, wenn man diese Person gern hat. Egal wem diese Situation widerfährt: Ich glaube ehrlich und klar sein hilft. Weder zu abweisend noch übermässig bemitleidend sein (Kompensationsverhalten aufgrund schlechtem Gewissen) ist hier wirklich förderlich. Sondern: empathisch & dennoch klar in den eigenen Absichten. Was ich mir in diesem Fall wünschen würde: Ein offenes Ohr, eine liebevolle Umarmung und dann etwas Raum, um meine Wunden zu lecken. Vielleicht siehts in ein paar Monaten wieder besser aus & wir machen wieder morgendliche Fahrradtouren an den Fluss. Vielleicht muss ich den Abstand aber auch halten. Beides völlig okay & wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diese Emotionen erlebe.

  • Ja, und was, wenn ich mehr will!? Beziehungen sind nach meiner Erfahrung nicht statisch und Bedürfnisse ebensowenig. Es ist ein ständiges aufeinander einschwingen, kommunizieren, die Karten offen legen und bereit ein, sich verletzlich zu machen. Es ist in der Regel nicht ein Problem wenn jemand mehr will, sondern wenn diese Hoffnung nicht klar adressiert wird. Sind die gegenseitigen Bedürfnisse und Möglichkeiten erst einmal klar, können Kompromisse getroffen werden und jede*r Involvierte kann für sich entscheiden, wie’s weitergeht. (Klingt jetzt einfach und abgeklärt, aber ist ein durchaus schwieriges Thema in der Praxis. Gibt aber auch viel über sich selbst zu lernen hier.)

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